Startseite / Einteiler & Bodys
Einteiler verbinden Radhose und Trikot zu einem Kleidungsstück. Im Profisport sind sie bei Zeitfahren längst Standard, inzwischen tragen auch viele Hobbyfahrer bei Rennen und Triathlons einen Body. Doch nicht jeder Einteiler ist für jeden Einsatz gemacht. Hier erfährst du, welche Varianten es gibt und für wen sie sich lohnen.
Skinsuit, Roadsuit und Trisuit
- Skinsuit (Zeitfahranzug): maximal eng, glatte oder strukturierte Stoffe für geringen Luftwiderstand, meist ohne Taschen. Gemacht für Zeitfahren und kurze, schnelle Rennen.
- Roadsuit: ein aerodynamischer Einteiler mit Rückentaschen und normalem Radpolster. Er eignet sich für Straßenrennen, Kriterien und schnelle Gruppenausfahrten.
- Trisuit (Triathlon-Body): für Schwimmen, Radfahren und Laufen. Er hat ein dünnes Polster, das beim Laufen nicht stört und schnell trocknet – auf dem Rad aber weniger Komfort bietet als ein normales Radpolster.
Wie viel bringt die Aerodynamik?
Der Fahrer selbst verursacht den größten Teil des Luftwiderstands, nicht das Rad. Flatternder Stoff und Falten kosten bei hohen Geschwindigkeiten Energie. Ein eng anliegender Einteiler vermeidet genau das: keine Lücke zwischen Hose und Trikot, keine Falten am Rücken. Messbar wird der Vorteil vor allem bei höherem Tempo, also bei Zeitfahren, Triathlons und Rennen. Auf einer gemütlichen Ausfahrt spielt er kaum eine Rolle.
Worauf du beim Kauf achten solltest
- Passform in Fahrposition: Ein Einteiler ist auf die Haltung am Rad geschnitten. Im Stehen wirkt er oft zu kurz im Oberkörper – das ist gewollt.
- Polster passend zum Einsatz: Für Radrennen ein normales Radpolster, für Triathlon ein dünnes Tri-Polster.
- Reißverschluss: vorne für einfaches Anziehen und Belüftung, beim Skinsuit oft hinten für eine glattere Front.
- Taschen: Für Rennen über eine Stunde brauchst du Platz für Verpflegung.
- Ärmel: Kurze Ärmel sind aerodynamischer als ein ärmelloser Body, weil der Stoff glatter über die Haut läuft.
Einteiler als Teambekleidung
Viele Vereine und Triathlon-Teams lassen ihre Einteiler individuell bedrucken. Die Gestaltung funktioniert ähnlich wie beim Trikot, wobei der Druck über Hose und Oberteil hinweg durchgehend geplant werden muss. Tipps zur Gestaltung gibt es bei den Designvorlagen, zur Farbwahl bei Pantone und Trikotfarben. Die richtige Größe für alle Teammitglieder findest du mit der Größentabelle.
Der Nachteil: die Pause
Ein Einteiler lässt sich nicht einfach öffnen. Für den Toilettengang muss der Oberkörper frei werden, was bei langen Ausfahrten lästig ist. Für Touren und Radmarathons bleiben deshalb getrennte Bib Shorts und Trikot die praktischere Wahl.