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Der Helm ist das wichtigste Sicherheitsteil am Rennrad. Welcher Rennradhelm der beste ist, hängt weniger vom Preis ab als von der Passform: Ein Helm, der nicht richtig sitzt, schützt schlecht – egal wie teuer er war. Diese Kaufberatung erklärt, worauf es bei Rennradhelmen für Herren und Damen ankommt.
Passform zuerst
Köpfe sind unterschiedlich geformt: eher rund oder eher oval. Helmhersteller haben unterschiedliche Grundformen, deshalb passt nicht jeder Helm auf jeden Kopf. So findest du den richtigen:
- Kopfumfang messen: etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen um den Kopf. Die Helmgröße wird als Bereich in Zentimetern angegeben.
- Ohne Riemen aufsetzen: Der Helm sollte schon ohne geschlossene Riemen und Einstellrad leicht halten.
- Position prüfen: Die Vorderkante sitzt etwa zwei Fingerbreit über den Augenbrauen.
- Riemen einstellen: Das Y der Seitenriemen liegt knapp unter dem Ohr, zwischen Kinnriemen und Kinn passt ein Finger.
- Wackeltest: Kopf schütteln – der Helm darf sich nicht verschieben.
Belüftung oder Aerodynamik?
Rennradhelme lassen sich grob in drei Gruppen einteilen:
| Typ | Stärke | Für wen |
|---|---|---|
| Belüfteter Allround-Helm | viele Öffnungen, leicht, kühl | Bergfahrer, heiße Sommer, Touren |
| Aero-Helm | geschlossene Form, weniger Luftwiderstand | schnelle Fahrer, Rennen, flache Strecken |
| Aero-Allrounder | Kompromiss aus beidem | die meisten sportlichen Hobbyfahrer |
Ein Aero-Helm bringt vor allem bei höherem Tempo Vorteile. Bei langen Anstiegen im Hochsommer ist ein gut belüfteter Helm angenehmer. Für Zeitfahren gibt es eigene Helme mit Visier – mehr dazu unter Rennradhelm mit Visier.
Sicherheit: Norm und MIPS
Jeder in der EU verkaufte Fahrradhelm muss die Norm EN 1078 erfüllen. Viele Helme haben zusätzlich ein System gegen Rotationskräfte, am bekanntesten ist MIPS. Was das bringt, erklärt der Beitrag Rennradhelm mit MIPS.
Gewicht
Gute Rennradhelme wiegen zwischen etwa 200 und 350 Gramm. Leichtere Helme sind auf langen Touren angenehmer für den Nacken, der Unterschied von 50 Gramm ist aber kleiner als der von guter Passform.
Gravel-Helme
Für Gravel und leichtes Gelände gibt es Helme, die den Hinterkopf etwas tiefer abdecken und manchmal einen kleinen Schirm haben. Viele Gravelfahrer nutzen aber ganz normale Rennradhelme.
Wann muss ein Helm ersetzt werden?
- Nach jedem Sturz mit Aufprall auf den Helm – auch wenn keine Schäden sichtbar sind.
- Nach einigen Jahren: Viele Hersteller empfehlen einen Austausch nach etwa fünf Jahren, weil UV-Licht und Schweiß die Materialien altern lassen.
- Bei Rissen in der Schale oder im Schaum.
Zubehör
Im Winter passt eine dünne Helmmütze unter den Helm. Für Insekten gibt es Helme mit Insektengittern in den vorderen Öffnungen. Die Kombination mit der Radbrille sollte vor dem Kauf ausprobiert werden: Die Bügel dürfen nicht mit dem Einstellsystem kollidieren.