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Eine Regenjacke fürs Rennrad hat eine schwierige Aufgabe: Sie soll Regen abhalten und gleichzeitig den Schweiß nach außen lassen, den du beim Pedalieren produzierst. Eine Wanderjacke schafft das am Rad meist nicht – sie ist zu weit, zu schwer und flattert. Hier erfährst du, worauf es bei einer Regenjacke für Rennrad und Gravel ankommt.
Wasserdicht und atmungsaktiv
Die Wasserdichtigkeit wird als Wassersäule in Millimetern angegeben. Ab etwa 10.000 Millimetern gilt eine Jacke als zuverlässig regendicht. Ebenso wichtig ist die Atmungsaktivität, oft als RET-Wert (je niedriger, desto besser) oder als MVTR-Wert (je höher, desto besser) angegeben. Am Rad produzierst du viel Wärme und Feuchtigkeit – eine Jacke mit schlechter Atmungsaktivität macht dich von innen nass.
Membran-Typen
- Dreilagen-Laminat: Außenstoff, Membran und Innenfutter sind verbunden. Robust, leicht und gut atmungsaktiv. Die beste, aber teuerste Lösung.
- 2,5-Lagen: Außenstoff und Membran mit aufgedruckter Schutzschicht innen. Sehr leicht und klein verpackbar, etwas weniger haltbar.
- Beschichtete Stoffe: günstig, aber weniger atmungsaktiv. Für Pendler auf kurzen Strecken ausreichend.
Der richtige Schnitt
Eine Rennrad-Regenjacke ist eng geschnitten, hat einen verlängerten Rücken, der das Gesäß vor Spritzwasser schützt, und lange Ärmel für die gestreckte Haltung. Eine Kapuze ist unter dem Helm meist überflüssig – viele Rennradjacken verzichten darauf. Ein hoher Kragen und elastische Ärmelabschlüsse verhindern, dass Wasser eindringt.
Checkliste Regenjacke
| Merkmal | Empfehlung |
|---|---|
| Wassersäule | ab etwa 10.000 mm |
| Nähte | vollständig verschweißt oder getapt |
| Schnitt | eng, Rücken verlängert |
| Reißverschluss | wasserdicht oder mit Abdeckleiste |
| Packmaß | passt in eine Trikottasche, wenn als Notfalljacke gedacht |
| Sichtbarkeit | helle Farbe, Reflektoren – bei Regen besonders wichtig |
Regenjacke für Damen
Damen-Regenjacken sind an Schultern und Taille schmaler und an der Hüfte weiter. Eine gut sitzende Jacke flattert nicht und lässt keinen Wind unter den Saum. Ärmellängen fallen bei Damenmodellen etwas kürzer aus.
Regenjacke, Windjacke oder Softshell?
Bei kurzen Schauern reicht oft eine wasserabweisende Windjacke. Für Dauerregen und lange Fahrten ist die echte Regenjacke nötig. Im Winter bei Nässe und Kälte kombinieren viele eine Softshell-Jacke mit einer dünnen Regenjacke darüber. Dazu passen eine Regenhose – siehe Radhosen-Typen – und wasserdichte Überschuhe.
Pflege
Membranjacken müssen gewaschen werden, damit sie atmungsaktiv bleiben. Perlt Wasser nicht mehr ab, hilft eine Nachimprägnierung. Details im Ratgeber Radbekleidung pflegen.