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Handschuhe gehören für viele Rennradfahrer so selbstverständlich zur Ausstattung wie der Helm. Sie verbessern den Griff am Lenker, dämpfen Vibrationen, nehmen Schweiß auf und schützen die Hände bei einem Sturz. Welche Rennrad-Handschuhe für Sommer und Übergangszeit geeignet sind, zeigt diese Kaufberatung.
Warum Handschuhe am Rennrad?
- Sturzschutz: Bei einem Sturz stützt man sich instinktiv mit den Händen ab. Handschuhe verhindern Schürfwunden an den Handflächen.
- Grip: Verschwitzte Hände rutschen am Lenker. Eine griffige Innenfläche gibt Halt.
- Komfort: Polster dämpfen Vibrationen und entlasten die Nerven in der Handfläche.
- Schweiß: Frottee am Daumen dient zum Abwischen von Stirn und Nase.
Kurzfinger-Handschuhe für den Sommer
Im Sommer tragen die meisten Rennradfahrer Handschuhe ohne Finger. Die Oberseite besteht aus luftigem Netzstoff, die Innenfläche aus Kunstleder mit Gel- oder Schaumpolstern. Kleine Zuglaschen zwischen den Fingern erleichtern das Ausziehen. Achte darauf, dass die Polster nicht zu dick sind: Zu viel Material verringert das Gefühl für den Lenker und kann bei langen Fahrten sogar Druck erzeugen.
Langfinger-Handschuhe für die Übergangszeit
Zwischen etwa acht und fünfzehn Grad sind dünne Langfingerhandschuhe die richtige Wahl. Sie schützen vor kühlem Fahrtwind, sind aber nicht so warm, dass die Hände im Anstieg schwitzen. Viele Modelle haben Touchscreen-Fingerkuppen. Für kältere Tage gibt es eigene Winterhandschuhe.
Polsterung: wie viel ist richtig?
Die Polsterung soll den Druck auf den Ulnarnerv verringern, der an der Außenseite der Handfläche verläuft. Taubheitsgefühl im kleinen Finger ist ein typisches Zeichen für zu viel Druck. Gut platzierte Polster an Handballen und Außenkante helfen – aber nicht jede Hand braucht dicke Gelpolster. Wer eine gut gepolsterte Lenkerbandwicklung fährt, kommt oft mit dünneren Polstern besser zurecht. Taubheitsgefühle können auch auf eine falsche Sitzposition hinweisen.
Passform
| Merkmal | Worauf achten |
|---|---|
| Sitz | eng, ohne Falten in der Handfläche |
| Fingerlänge | bei Langfinger: Fingerspitzen berühren das Ende leicht |
| Verschluss | Klett oder elastischer Bund, der nicht einschneidet |
| Nähte | außen liegend oder flach, keine Druckstellen innen |
Beim Anprobieren eine Griffhaltung wie am Lenker einnehmen. In dieser Position darf der Handschuh nicht spannen und keine Falten werfen.
Handschuhe bei Gravel und MTB
Beim Gravelfahren sind Langfingerhandschuhe beliebt, auch im Sommer. Sie schützen bei Stürzen auf Schotter und vor Ästen. Die Polsterung darf etwas stärker sein, weil mehr Vibrationen ankommen.
Pflege
Radhandschuhe nehmen viel Schweiß auf und sollten regelmäßig gewaschen werden – bei 30 Grad, Klettverschlüsse geschlossen, an der Luft trocknen. Mehr unter Radbekleidung pflegen. Zur kompletten Sommerausstattung gehören außerdem ein gutes Radtrikot und eine Radbrille.