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Eine Radbrille schützt die Augen vor Wind, Insekten, Staub, Steinchen und UV-Strahlung. Tränende Augen im Fahrtwind sind nicht nur unangenehm, sondern verschlechtern die Sicht und damit die Sicherheit. Welche Rennrad-Brille die richtige ist, hängt von Einsatz, Lichtverhältnissen und der eigenen Sehstärke ab.
Scheibenform
Rennradbrillen haben große, gewölbte Scheiben, die das Auge auch seitlich schützen. Da man auf dem Rennrad vorgebeugt sitzt und nach oben blickt, muss die Scheibe hoch genug sein, damit der obere Rahmen nicht im Sichtfeld liegt. Brillen mit Halbrahmen oder rahmenlose Modelle bieten das freieste Sichtfeld.
Tönung und Glasarten
| Glas | Einsatz |
|---|---|
| Klar | Dämmerung, Nacht, Nebel |
| Gelb oder orange | trübes Wetter, erhöht den Kontrast |
| Kontrastglas | wechselndes Licht, Waldwege |
| Dunkel getönt | helle Sonne |
| Photochrom | passt die Tönung automatisch an das Licht an |
| Verspiegelt | sehr helle Bedingungen, reduziert Blendung |
Photochrome Gläser sind die bequemste Lösung für Fahrer, die vom Morgengrauen bis in den Mittag unterwegs sind. Viele Brillen werden mit Wechselscheiben geliefert.
Radbrille mit Sehstärke
Für Brillenträger gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Direktverglasung: Die Sportscheibe wird in der eigenen Sehstärke gefertigt. Das ist die komfortabelste, aber teuerste Lösung, bei stark gebogenen Scheiben nur bis zu einer gewissen Stärke möglich.
- Clip-Einsatz: Ein kleiner Korrekturrahmen wird hinter der Sportscheibe eingesetzt. Günstiger, aber das Sichtfeld ist kleiner.
- Kontaktlinsen mit normaler Radbrille: für viele die flexibelste Lösung.
- Visierhelm: Manche Visiere passen über eine normale Korrekturbrille, siehe Rennradhelm mit Visier.
Ein Optiker mit Erfahrung im Sportbereich kann beraten, welche Lösung für die eigene Sehstärke möglich ist.
Fahrradbrille für Herbst und Winter
Im Winter ist es oft trüb und früh dunkel. Hier helfen klare, gelbe oder photochrome Gläser. Wichtig ist ein Beschlagschutz, denn bei Kälte beschlagen Gläser leichter – besonders im Anstieg und bei Stopps. Belüftungsöffnungen im Rahmen oder in der Scheibe helfen. Die Brille sollte gut mit der Mütze unter dem Helm zusammenpassen.
Passform
Die Brille darf nicht auf die Wangen drücken und beim Kopfschütteln nicht rutschen. Verstellbare Nasenpads und gummierte Bügel sorgen für Halt. Setze die Brille beim Kauf mit dem eigenen Helm auf: Die Bügel dürfen nicht mit dem Einstellsystem kollidieren, und der Helm darf die Brille nicht nach unten drücken.
Pflege
Gläser nur mit Wasser und einem Mikrofasertuch reinigen, nie trocken abwischen. Staub und Sand zerkratzen die Beschichtung. Zum Transport gehört die Brille in ein Etui.